ASP
Du bist nie allein :
Ich kann mich kaum noch erinnern,
wie das alles wirklich war.
Nur manchmal werden die Konturen
der alten Schatten wieder klar.
Aber im Kampf gegen die Zeit
konnten sie nicht ewig siegen.
Denn auch vom Schnee von gestern belibt
noch immer irgendwo was liegen.

Du bist nie allein.
Der Schatten holt dich immer wieder ein.
Er reißt dich nieder im vollen Lauf,
fährt in die Glieder. Los, steh auf.

Ich hab viel zu lang geblutet -
schwer beladen mit der Schuld.
Weil schlafen leichter ist als kämpfen,
hab ich mich selbst nur eingelullt.
Mit schwarzen Flügeln vorm Gesicht
besaß mich die Besessenheit!
Wie eine Raupe ständig frisst,
hat sie mich sich ganz einverleibt!

Du bist nie allein.
Der Schatten holt dich immer wieder ein.
Er reißt dich nieder im vollen Lauf,
fährt in die Glieder. Los, steh auf.

Zog mich zurück...in eine Welt,
wo ich der Herrscher war allein.
Schwarz wie die Nacht, im Niemalswirklich.
Und mir fällt alles wieder ein..
und mir fällt alles wieder ein...

Du bist nie allein.
Der Schatten holt dich immer wieder ein.
Mit dem Rücken an der Wand,
bist zu lang schon weggerannt...
du bist nie allein.
Der Schatten holt dich immer wieder ein.
Er reißt dich nieder im vollen Lauf!
Fährt in die Glieder.... Los, steh auf!
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Und wir Tanzen :
Und wir tanzten im Schnee vergangenes Jahr
Der Mond funkelte sanft in Deinem Haar
Und es tut auch kaum mehr weh
wenn ich alles vor mir seh
als ob es letzte Nacht gewesen, sternenklar

Deine Haut und Stolz bleibt mir schon lang nicht mehr
Ich gäbe alles für ein Zaubermittel her
Eins das dich mich lieben macht
Länger als nur eine Nacht
Doch meine Arme und die Nächte bleiben leer

Nur dieses eine mal noch schenk mir Kraft für einen neuen Tag
Ich stehe nackt und hilflos vor dem morgen nie war ich so stark
Nur einen Tag noch Kraft und ich reiß alle Mauern um mich ein
Nur wer sich öffnet für den Schmerz läßt auch die Liebe mit herein

Will ich es greifen ist es schon nicht mehr da
Niemand war mir jemals ferner und so nah
Nicht mal Stille sagt wie tief
Wie ein ungeschickter Brief
Was zerbrach als ich in Deine Augen sah

Auch dieser Brief bleibt ungeschickt von mir
das schönste Lied schrieb ich nicht auf Papier
Ich schrieb es in Dein Gesicht
mit den Fingern, siehst du nicht
was mein Mund Dir hinterließ
Schau auf deine Haut und lies
Such wo meine Zunge war
Such mein Lied in deinem Haar
Willst Du mein Gefühl verstehen
Mußt Du Dich in Dir ansehen
Schließ die Augen und Du siehst ich bin in Dir

Ich breite meine Arme aus empfange Dich komm an mein Herz
Ich heile Dich laß einfach los und gib mir Deinen ganzen Schmerz
Renn einfach weg, lauf vor mir fort, lebe Dein Leben ohne mich
Wo immer Du auch hingehst wartet meine Liebe schon auf Dich

Und wir tanzten im Schnee vergangenes Jahr
Der Mond schien so sanft in Deinem Haar
Wenn Du mich nicht siehst bin ich
einfach nicht mehr wesentlich
löse mich auf wie Schnee vom vergangenen Jahr...